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Island per Rad
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9.8. Keflavik - Reykjavik (64.1 km) Etappe 1

Beim Frühstück unterhielten wir uns mit einer Frau, die 4 Wochen allein durch Island geradelt war. Sie schimpfte über das schlechte Wetter, und war deshalb froh, jetzt wieder zurück zu können. Als wir auf unserer Rückreise wieder auf den Campingplatz kamen, und uns abschließend die Gästebücher durchlasen, erfuhren wir, dass sie wohl während der Fahrt ihren 50-Geburtstag gefeiert hatte. Sie verriet uns weiter, dass es anscheinend öfters vorkommt, dass bei den Flügen etwas verloren geht. Am Tag davor hatte sie mit Österreichern gesprochen, bei denen sogar das ganze Fahrrad nicht mehr auffindbar war, das war natürlich noch um einiges schlimmer als unser Fall. Sie schenkte uns noch einige Reste ihres Proviants, unter anderen Milch, Müsli, Suppe, Reis und Kartoffelbrei.
Nun fuhren wir zum Flughafen. Da dort jedoch keiner von der LTU anzutreffen war, riefen wir in Deutschland bei einer LTU-Service-Nummer an, die wir bei der Ankunft erhalten hatten. Es wurde ein Nachforschungsantrag gestartet, und uns wurde zugesichert, dass wir pro Tag bis zu 50 € ausgeben durften, um die nötigsten der vermissten Dinge zu ersetzen. Also bezahlten wir davon erst mal den Campingplatz, schließlich hätten wir sonst nicht dort übernachtet und so diese 8 € / Person gespart. Lebensmittel und Zahnbürsten, die in der Tasche waren, wurden uns so auch gesponsert.
Dann entschieden wir uns, trotzdem nach Reykjavik zu fahren. Die Fahrt durch die Lavawüsten ging flott, es war gutes Wetter, und so empfing uns Island sehr freundlich. Beim Mittagsstop trauten wir uns gar nicht so richtig, die Straße zu verlassen, und die herrlichen mit Moos bewachsenen Lavafelder zu betreten. Das änderte sich jedoch schnell, und schon nach ein paar Tagen in Island hat man kein schlechtes Gewissen mehr deswegen, da es die ganz natürliche Vegetation für weite Gebiete Islands ist. Kurz vor der Stadtgrenze von Reykjavik machten wir noch mal eine kleine Pause und spazierten bis zum Meer. Dann wurde es beschwerlich.
Die Vorstädte von Reykjavik sind nicht sehr schön, und es ging auf Straßen entlang, die sowohl von der Breite, als auch aufgrund der Verkehrsdichte mit deutschen Autobahnen zu vergleichen sind. Und trotzdem sind sie ausdrücklich für Fahrradfahrer erlaubt. Besonders die Beschleunigungs- und Verzögerungsstreifen waren gefährlich. Da rauschten die Autos links und rechts an dir vorbei, und das berghoch mit vollem Gepäck und am Ende eines doch recht anstrengenden Tages.
Trotz allem kamen wir nach 6-stündiger Fahrt gegen 18.30 Uhr auf dem Campingplatz an. Wir bauten unser Zelt auf, und ich schraubte an meiner Gangschaltung rum, allerdings mit wenig Erfolg. Aus einem anfänglichen Schleifen der Kette hatte ich es fertig gebracht, dass man einige Gänge gar nicht mehr nutzen konnte. Eigentlich wollten wir dann noch ins typisch isländische Schwimmbad. Das Besondere an ihnen ist, dass es meist Freibäder sind, die das ganze Jahr hindurch Dank geothermaler Energie auf angenehmen Temperaturen gehalten werden. Außerdem gibt es immer "Hot Pots". Das sind kleine Becken, mit Wassertemperaturen von 38 bis 48 ° C, indem man sich hinein setzt und entspannt. Das Schwimmbad ist auch eines der ganz wenigen billigen Vergnügen in Island. Für den ganzen Tag zahlt man so bloß 2,50 € Eintritt. Leider war das Schwimmbad, was direkt neben dem Campingplatz lag, schon zu. So gingen wir schon gegen 21.30 Uhr schlafen.
 
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Die Etappenangaben beziehen sich jeweils auf die Etappen aus Island per Rad
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