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Island per Rad
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Die Kleidung

Bei der Kleidung sollte man sich auf verschiedenste Wetter einstellen. Und die können alle zugleich auftreten.
Auf jeden Fall benötigt man regendichte Kleidung. Ich kann mich zwar an keinen echten Starkregen erinnnern, aber beim für mich typischen isländischen Wetter dieselt es mindestens acht Stunden am Tag vor sich hin (und das ist genau dass Wetter, an dem ich hier in Deutschland jedes Mal sehnsüchtig an Island denke).
Also regendichte Jacke, die am besten hinten etwas verlängert ist, damit auch bei gebückter Haltung nicht alles in die Hose reinfließt. Außerdem sollte sie für sonnige Abschnitte über Lütftungsschlitze verfügen, zum Beispiel unter den Armen, und der Reissverschluss auch von unten öffbar sein, damit die Brust etwas von Wind geschützt ist, aber am Bauch etwas Luft ran kann. Ich hatte eine Jack Wolfskin "Night Moves", eine recht dünne Jacke, jedoch habe ich so wenigstens nicht (zu sehr) geschwitzt. Allerdings lässt auch diese mittlerweile Regen durch (trotz imprägnieren).

Auch im Sommer klettern die Temperaturen kaum über 20°C, deshalb hatte ich einen Fleecepullover mitgenommen. Den hatte ich zwar selten am Tag beim Fahren an, aber abends war er sehr angenehm. Ende September hatten wir im Hochland nach der Nacht immerhin schon Eis auf dem Zeltdach gefunden.

Der Wind. Das schlimmste für Fahrradfahrer in Island, weder Regen, Kälte noch Berge haben mir so zugesetzt wie der Wind. Er war der Grund, warum wir an 4 Tagen nicht fahren konnten (oder zumindest kaum).

Oben rum war ich mit der Jacke gut gegen das Wetter geschützt, die Hose war auch gut. Ich hatte auch sehr gute Jack Wolfskin Windstopper Handschuhe, die aber einen entscheidenden Nachteil für die Tour hatten. Sie waren nicht wasserdicht. So stand man bei einsetzenden Nieselregen vor der Qual der Wahl. Hört es bald wieder auf, so dass die Handschuhe nicht durchnässen, dann konnte man die Handschuhe anlassen. Aber wehe wenn nicht. Dann hat man die nassen Dinger an den Händen, und man fror extrem. Trocknen tun sie auch nicht gerade schnell. Deshalb habe ich sie meistens (wenn ich mir nicht gerade sehr sicher war, dass es gleich wieder aufhört zu regnen) ausgezogen, und in den Regenpausen (die auch meistens wieder kamen) wieder angezogen.
Am Ende habe ich sogar Plastiktüten über die Handschuhe geschnürrt, damit sie nicht nass werden, aber durchs Schwitzen sind sie es (wenn auch deutlich langsamer) auch geworden.
Also schlussendlich mein dringender Rat: nehmt wasser- und winddichte Handschuhe, die gibt es zum Beispiel von Roeckl. Die Handschuhe waren der einzigste Ausrüstungsgegenstand, über den wir uns die gesamte Tour geärgert haben.

Weiterhin hatten wir eine billige Regenhose (zwar atmungsaktiv, aber nur Supermarkt Angebot für etwa 15 €), die ihre Aufgabe aber voll erfüllt hat. Regendichte Schuhüberzieher/Gamaschen für den Übergang Hose/Schuhe waren auch sinnvoll.
Mir waren auch meine wasserdichten Wanderschuhe was wert, so konnte ich vorsichtig auch Flüsse mit Schuhen durchfurten, ohne erst Schuhe zu wechseln.
Auch Kays Vorschlag, Bundeswehr Unterhemden und -hosen mitzunehmen war sicher eine weise Idee. Dagegen hab ich nicht wirklich eingesehen, Funktionsunterwäsche zu kaufen, so dass ich für "drunter" nur normale Sachen mitnahm. 2 Fahrradtrikots, 2 Fahrradhosen und Beinlinge komplettierten die Kleidung.

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