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Auslandssemester in Macau
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Barbecue auf chinesisch

Ziemlich am Anfang des Semesters ging es zum Grillen. Das war schon etwas größer angelegt, als bei uns. Da wurden Geflügelkeulen, Chicken Wings, Fisch- und Rinderbällchen, Würstchen, Koteletts, Teigwaren, Honig, Sojasauce und allerlei Gerätschaften gekauft (Habe sicherlich einiges vergessen).
Nach gut anderthalb Stunden ging es mit dem Bus (samt dem Essen) nach Coloane, wir hatten zwar kaum Platz gehabt, und unsere ganzen Beutel bei anderen fast auf den Schoß getan, aber die schien es nicht zu stören. Als dann etwas Platz im Bus wurde, wollte ich es runternehmen, aber alle haben abgewunken. Jedenfalls sind wir dann an dem Strand Hac Sá angekommen, dort waren jede Menge Tische und Bänke, wo wir erstmal Mittag aßen. Dann machten wir uns auch schon auf in Richtung Grillplatz. Es gibt vielleicht 10 steinerne Grillplätze, Grill, Roste und Kohle hatten wir gekauft. Einen Grillplatz bekamen wir gleich, und eh wir dann anfingen (es verging bestimmt noch 2, 3 h ) ergatterten wir uns auch noch einen 2. Platz.
In der Zwischenzeit trudelten immer mehr Leute ein, und ein paar gingen zum Strand, ich hinterher. Ein paar fremde Leute waren im Wasser, aber ich hatte leider keine Badehose mit (ging früh irgendwie zu schnell, dachte auch, dass wir nochmal kurz vorbeikommen). Das Wasser war sauber, nur durch den dunklen/schwarzen Strand etwas trüb. Mit den Füßen bin ich dann auch rein, und es war sehr warm das Wasser. Dann dachte ich mir, was solls, hab mein T-Shirt ausgezogen, und bin halt mit meiner langen Hose doch ins Wasser gegangen. Schwimmen war zwar nicht/schwer möglich, aber dafür wars einfach schön. In der Wärme störten dann auch die nassen Sachen nicht, und trocken wurden die in der Wärme eh schnell wieder.
Dann ging es irgendwann mit Grillen los. Jeder hat einen Spiess bekommen, und dann standen 20 Mann um die 2 Grills, haben auf die Grills gelegt, haben gewendet, haben gegessen. Es war richtig viel Trubel, und ich kam gar nicht so schnell mit essen hinterher, wie mir was angeboten wurde. Alles wurde nach jedem Wenden mit Sojasauce oder Honig bestrichen, was sehr gut schmeckte, auch immer wieder mit Paprika oder Curry bestreut. Einiges hat sehr gut geschmeckt, anderes war ich froh, nur mal kurz gekostet zu haben. Die Chickenwings wurden mit Stäbchen abgeknaubelt, die hohe Kunst des Stäbchen Essens, aber ich hab es auch ganz gut hinbekommen. Bei den Keulen und Koteletts wurde aber dann doch dass Messer genommen, und dass Fleisch von den Knochen getrennt, und in kleinen Happen irgendwo auf einen Teller getan, (oder das Steak im ganzen auf eine Scheibe Toastbrot). Das Toastbrot war zwar verdammt süß, aber wenn man sich daran gewöhnt hatte, war auch das ok.
Als das ganze Schlemmen zu Ende war, sind wir an den Strand gegangen, ich hab mir noch einen geschnappt, und ihn ins Wasser geschmissen, so dass ich dieses mal nicht alleine Schwimmen musste. Andere wollten aber unserem Beispiel nicht folgen. Am Abend wurden dann noch ein paar Spielchen gespielt, und irgendwann gings dann so gegen 10.00 Uhr nach Hause.

Feuerwerks - Wettbewerb

Einfach einmalig finde ich den jährlich stattfindenden Firework Contest. Zu dem werden verschiedene Nationen eingeladen, in dem Jahr 10 Länder, und aus jedem dieser Länder geht eine Feuerwerkfirma an den Start, die einfach mal 20 min ein Feuerwerk abbrennen. Das ganze wurde auf 5 Abende verteilt, so dass an jedem Abend 2 Feuerwerke zu bewundern waren. Solch Feuerwerke habe ich hier noch nicht gesehen, aber wenn man sich vorstellt, dass auch normale Leute zum chinesischen Neujahrsfest Raketen kaufen, die hier nur bei organisierten Feuerwerken zu sehen sind, dann mussten sie ja einiges bieten. Und das ganze vor der Skyline Macaus, insbesondere dem Macau Tower, da glühte dann natürlich meine frisch gekaufte Digicam. Die Siegernation wurde dann auch prämiert, allerdings sind in dem Fall wohl die wirklichen Sieger die Zuschauer.

Macau - Grandprix

Der Grandprix ist Bestandteil des jährlichen Formel 3 Kalenders. Es fuhren ihn schon Größen wie die Schumacher-Brüder oder Senna. Beispielsweise hat David Coulthard bei einem Interview bei der Frage nach den schönsten Erfahrungen seinen Macau Sieg angegeben, obwohl er da bereits Formel 1 Siege feiern konnte. Also hat das Rennen einen sehr guten Ruf. Er ist einer der wenigen verbliebenen Stadtkurse, die nur auf öffentlichen Straßen entlang gehen. Aber im Gegensatz zum Beispiel zu Monaco gibt es auch echte Hochgeschwindigkeitspassagen.
Da ich zum 50 jährigem Jubiläums Grand Prix da war, war er sogar auf 2 Wochenenden und insgesamt 5 Tagen verteilt. Für 3 Tage mit Eintritt zahlte ich nur 15 Eur, die restlichen 2 Tage waren sogar kostenlos. Es waren zig verschiedene Rennen, Oldtimer, Minis, Motorrad, Formel 3 und als Bonbon für die Einheimischen Motorroller.

Chinesisches Neujahrsfest

Für die Chinesen spielt das chinesische Neujahrsfest noch eine größere Rolle, als bei uns Weihnachten, es findet sich dann die gesamte Familie zusammen. Weite Teile der Stadt werden davor geschmückt und überall Mandarinenbäume aufgestellt. Das gesamte Fest dauert mehrere Tage an, etwa eine Woche sind allerlei Feierlichkeiten, wobei die Geschäfte etwa 3 Tage geschlossen sind.
In Macau wurde das traditionelle Feuerwerk auf 2 erlaubte "Raketenzündstellen" konzentriert, eine direkt vor der Uni bzw. dem Hyatt, wo meine Mutter und Tante gerade eingecheckt hatten. Und dann ging es los. Mindestens 5 Tage ging das Feuerwerk durch. Ob Tag, ob Nacht, die Böller knallten in ohrenbetäubenden Lärm, Raketen stiegen auf in den Himmel, und die "Startplätze" waren voll von Menschen. Raketen am Tag fand ich auch mal ganz interessant, obwohl sie dann zugegebenermaßen nicht ganz so zur Geltung kamen. Und dazu noch Drachenparaden u.ä. Wer also die Möglichkeit hat, das mal Live mitzuleben sollte die Chance nutzen.
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